highway to

Ich bin nicht sicher, ob ich der erste bin, der diesen Witz bringt, aber es ist mir egal. Mir gefällt er. Und ruckzuck ist das fehlende L ergänzt. Hel, die Halbinsel in der polnischen Wojewodschaft Pommern (pomerskie) ist eine Reise wert. Die letzten beiden Wochen im März sind ziemlich gut für einen Urlaub in dieser Gegend geeignet. Es ist schon relativ lange hell und es gibt sonnige Mittage. Die sind allerdings noch nicht warm, einigermaßen dicke und vor allem winddichte Sachen braucht man schon. Dann gehts auch mit dem Fatbike am Strand. Endlich konnte ich das mal ausprobieren. Also, es ist ähnlich wie im Schnee, Fahren klappt, aber es ist mühsam. Am Strand kommt dann entweder Gegen- oder wenns besser läuft, Rückenwind dazu. Direkt am Wasser machts dann schon Laune. Dann hat aber jeder Ort seinen Kanal, der direkt über den Strand ins Wasser geht, den kann man nicht überqueren, der hat regelmäßig keine Brücke. Dann muss man halt bis zur ersten Straße vom Strand weg. Einige Strandabschnitte sind auch sehr schmal und vom Meer schon weggeknabbert worden. Hier hat man dann Gabionen gestellt, die halten aber auch nicht lange und vor allem kommt man nicht mehr vorbei. Die Natur hat irre Kräfte.

kiten geht natürlich auch bei dem Wind. Auf dem Wasser wärs allerdings jetzt noch zu kalt. Das müsste ich auch erst noch lernen.

Unser Hotel ist in Jastrzebia Gora, 10km westlich von Hel, an einem 33m hohen Kliff gelegen. Die Zimmer sind gut, haben leider etwas zu dünne Wände, man hört den Nachbarn, wenn er schnarcht.

Das Essen ist ausgezeichnet, es gibt ein Gym, silownia (das l hat ein Schrägstrich wie ein kyrillisches Kreuz, mein Zeichensatz kann das aber nicht darfstellen) genannt, und ein nagelneues Schwimmbad mit Salzwasser sowie eine Trocken-und eine Dampfsauna. Besonders hervorzuheben sind die extrem freundlichen Kräfte des Hauses, von den Mädchen an der Rezeption über die Köche und Kellnerinnen sowie auch die Physios. Zum Strand sind es keine 200m, einmal das Kliff runter und schon ist man am Wasser.

Blick vom 33m hohen Kliff
blauer Himmel, windstill
Mole von Sopot
wie stark der Wind blies kann man hier nicht erkennen.
Die Kameraoptik ist nicht defekt, das Haus sieht tatsächlich so aus.

Fazit: Die polnische Ostseeküste ist auch im März sehr zu empfehlen. Warme und vor allem winddichte Kleidung und evtl. ein paar polnische Sprachkenntnisse sind mitzubringen. Viel Spaß! Achso ja, alle Bilder hat meine Frau Anna gemacht, die Rechte liegen also bei ihr. Wer die Bilder verwenden will, muss vorher fragen.

Wiesbadener Kurier, einige Artikel sind für mich nur schwer zu ertragen

Die Suche nach Artikeln im Wiesbadener Kurier, die das Wort „übersehen“ beinhalten, ergibt alleine im Februar 2019 die folgenden Treffer:

https://www.wiesbadener-kurier.de/22-jahriger-in-wetzlar-von-taxi-erfasst-und-getotet_19977398_

https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/fahrradfahrer-beim-abbiegen-auf-dem-gustav-stresemann-ring-ubersehen_19973796_

https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/frau-auf-supermarktparkplatz-in-wiesbaden-angefahren_19972132_

https://www.wiesbadener-kurier.de/vorfahrt-ubersehen-drei-tote-und-zwei-schwerverletzte_19966800_

https://www.wiesbadener-kurier.de/wegen-tiefstehender-sonne-unfall-gebaut-radlerin-verletzt_19962817_

https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/untertaunus/idstein/zehn-verletzte-nach-unfall-an-der-autobahnauffahrt-zur-a3_19951891_

https://www.wiesbadener-kurier.de/panorama/aus-aller-welt/vater-uberfahrt-sohn-beim-ausparken-in-skigebiet_19938175_

https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/eltville/11-jahrigen-jungen-angefahren-und-gefluchtet_19933479_n

Ich frage mich, wann dort in der Redaktion endlich mal jemand aufwacht und die Dinge beim Namen nennt. Nämlich dass hier nicht nur ein Mensch übersehen wird, sondern dass hier ganz klar bestehende Regeln nicht beachtet werden. Sich die Autofahrer in allen aufgeführten Fällen nicht an die Regeln halten. Ja, wenn ich geblendet bin, dann muss ich anhalten und nicht beten, hoffentlich treffe ich niemanden, ansonsten habe ich ja Glück, ich sitze ja im SUV. Wenn ich nicht sicher weiß, was sich hinter der Abbiegung befindet, nicht einfach weiterfahren, nach dem Motto, wird schon gutgehen, sondern erst schauen. Fußgänger und Radler haben keine Knautschzone.

Stattdessen wird immer explizit darauf hingewiesen, dass der Radler keinen Helm trug. Nochmal zur Erinnerung: Es gibt keine Helmpflicht in Deutschland und beim Zusammenprall mit einem SUV oder Kombi und anschliessendem überfahren hilft der dann nämlich auch nicht viel. Was aber hilft ist langsamer und vorsichtiger fahren und die Vorfahrt beachten.

Änder dich, Kurier, sonst liest dich bald keiner mehr.

Riese und Müller, New Charger, Akku klemmt

Die beiden Pedelexe habe wir jetzt rund ein Jahr, laufen auch ganz gut, aber mit dem Akku gab es von Anfang an Probleme, die gingen an beiden Rädern nicht ohne haken rein und raus. Der Schließzylinder drehte sich nicht ordentlich, die Einrastung liess sich damit auch nicht richtig lösen. Seitdem es kälter geworden ist, ist es noch schlimmer geworden, der Akku passt an einem Rad nicht mehr in den Rahmen.

Und ich muss ihn täglich zweimal rein- und rausnehmen, da es unter Null Grad geht und ich in der Garage nicht mehr laden kann. Wie kann man also den Abstand vergrößern? Das geht im Prinzip nur über die beiden Schrauben im Unterrohr, die sind allerdings so weit am Steuerrohr dran, dass man keine Ratsche mehr auf die T20-Nuss mehr setzen kann. Und die zur Verfügung stehende Schlüsselweite liegt zwischen 6 und 7mm, also irgendetwas zölliges. Ich habs dann doch hinbekommen. Ralph von All Mountains hat mir noch den Tip gegeben, vor dem Umdrehen des Rades die Bremsen zu ziehen, das hätte ich heute vermutlich vergessen.

Die Mechanik wurde mit WD40 eingesprüht, da war nichts verrostet oder anderswie korrodiert. Aber bei den Schliesszylindern hat ABUS kein Meisterstück abgeliefert. Am Rad befindet sich ja auch noch ein Bordo, welches mit gleichem Schlüssel zu schliessen ist, das hakt hinten und vorne, da können auch die sehr engagierten Mitarbeiter von All Mountains in Wiesbaden nichts richten. Dass es auch anders geht, hat ABUS mit der etwas teueren Variante des Bordo gezeigt, ist bei uns seit 7 Jahren im Einsatz und funktioniert tadellos.

Die beiden Maschinenschrauben mit T25 Schlüsselweite halten die Akkuhalterung an der Position. Sie sind in einen Aluwinkel eingeschraubt, der von den beiden Schrauben auf dem nächsten Bild gehalten wird.

An die kommt man aber nicht ordentlich ran, warum,. zeigt das nächste Bild

aber ich konnte die beiden lösen, den Alublock einen halben Milimeter Richtung Steuerrohr schieben und wieder festmachen. Das hat den erforderlichen Lichtspalt hergestellt und der Akku lässt sich wieder einbauen.

Michael (1962-2019)

Unser Freund und Trauzeuge und Arbeitskollege meiner Frau ist heute morgen nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren gestorben. Er hat seine Diagnose erst Ende November bekommen. Als wir ihn heute vor zwei Monaten das letzte Mal auf dem Hochheimer Markt getroffen hatten, war er noch ahnungslos. Wir sind tief bestürzt.

Schmilka – Elbsandsteingebirge

Über Neujahr waren wir im Elbsandsteingebirge. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich nicht ganz so einfach, wir waren spät dran und wollten vor allem auch nicht 150 pro Nacht und Nase ausgeben. In Schmilka hat es dann doch geklappt. Die Plakette am denkmalgeschützten Haus mit der Hochwassermarke 2002 war noch gut zu erkennen. Das ganze Erdgeschoß stand unter Wasser. Das Haus ist aber schön wiederhergerichtet worden. Drücken wir mal die Daumen, dass das nächste Hochwasser so schnell nicht wiederkommt.

Schade für uns, dass es Tag und Nacht regnete. Wir haben uns dann die Wettervorhersage genau angeschaut und jeden Tag einen einigermaßen regenfreien Zeitraum ausmachen können und sind in der Zeit gleich hinter dem Haus losgewandert. Nach hundert Metern ist man bereits im Wald, nach deutlich weniger als einer Stunde erreicht man die kleine Bastei mit einer Super Aussicht auf die Elbe. Und die Sandsteinskulpturen etwas weiter westlich waren wirklich beeindruckend. Erinnern sehr an den Pfälzer Wald bei Hauenstein und an Góry Sto?owe in Polen. Bitteschön:

Blick auf die Elbe bei Schmilka/Sachsen

Wetter hätten wir uns durchaus etwas trockener gewünscht, aber wir versuchen es erneut, im Sommer, bei der nächsten Fahrt nach Osten. Es hat uns sehr gut bei Euch in Sachsen gefallen, wir kommen wieder!

Ein Gesicht

Warme Knie im Winter

Wenn die Knie beim Radfahren in der kalten Jahreszeit frieren könnten, ziehe ich meine neue Hose von Vaude an, die Qimsa Softshell chute green. Das ist die erste Hose seit Jahren, bei der ich Platz habe UND die Gelenke warm sind. Echt klasse und ihr Geld wert. Foto habe ich keines, den Link anklicken reicht aber. Ich hatte sie bei Bike24 bestellt, kam innerhalb von 2 Tagen. Toller Service, tolles Produkt.

Dogado und Speicherhosting

Im Dezember 2016 habe ich eine Domain die damals noch bei der Firma Speicherhosting gehostet war, per KK-Antrag in meinen Stammvertrag bei ready2host übertragen lassen, nachdem mir eine Preiserhöhung mitgeteilt wurde und ich infolgedessen kündigen konnte. Speicherhosting hat zwar den Domaintransfer eingeleitet, den Vertrag aber weiterlaufen lassen. Später hat dann eine Firma dogado die Geschäfte von speicherhosting übernommen und weiter fleissig Rechnungen geschrieben. Nachdem ich die Kündigung nachgewiesen habe, sollte sofort eine Gutschrift erfolgen. Allerdings rechnet man dort offenbar mit einem großen Anteil von schusseligen Kunden, die das einmal anprangern, aber nicht kontrollieren. Über drei Wochen warte ich jetzt schon auf die Gutschrift und erst jetzt, nach einer weiteren Anfrage, wie denn bei dogado „in den nächsten Tagen“ definiert ist, sichert man mir jetzt zu, den Betrag bis Ende der Woche zu überweisen. ich berichte weiter.

Fahrrad ist das Verkehrsmittel der Zukunft, Klimawandel droht trotzdem

Wer hätte das gedacht? Was die Süddeutsche da wieder rausgefunden hat. Hier ist der Link zum Artikel: http://sz.de/1.4078546

Und diese Passage ist die beste. Redakteure, ich zitiere hier mal ein Stück:
Zitatbeginn:
Hier (gemeint ist München) lässt sich jeden Werktag zwischen halb acht und neun Uhr morgens ein kurioses Schauspiel beobachten: Fahrzeugkolonnen schleichen von einer Ampel zur nächsten. Bei jeder Grünphase beschleunigen die Autofahrer und überholen dabei ein paar Radler – um dann im dichten Verker vor der nächsten roten Ampel aufzulaufen und im Gegenzug von diesen überholt zu werden. Wer in diesen Momenten nicht kapiert, dass er mit einem Fahrrad genauso schnell, vermutlich sogar schneller unterwegs sein könnte, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Zitatende

Wer die Sendung ARD Brennpunkt vom vorletzten Mittwoch gesehen hat und verstanden hat, was der Meteorologe da erklärt hat, muss ruhig bleiben. In 39 Jahren hat das Nordpolareisgebiet vom 8 auf 3 Millionen Quadratkilometer abgenommen. Berücksichtigt man den weltweit steigenden Hunger auf Strom und fossile Energie, kann man sich ausrechnen, dass man spätestens 2025 mit den Schiff zum Nordpol fahren kann, und das muss kein Eisbrecher mehr sein.

Was der Herr da noch erklärte, war: Weniger Temperaturdifferenz zwischen Nordpolargebiet und Mitteleuropa heisst auch höhere Amplitude und Periodendauer beim Jetstream –> längere und extremere Hoch- bzw. Tiefdruckgebiete.

Und mit dem Autofahren aufzuhören reicht nicht mehr aus. Da müssen schon stärkere Maßnahmen kommen. Die letzten beiden Sätze sind woanders her und machen mich besonders nachdenklich.

Spessart

Spessart im Sommer, das ist eine Reise wert. So weit ist es auch nicht, man verbrennt ein paar Liter Diesel:

und schon kommt der Wald näher. Frammersbach, zwischen Bad Orb und Lohr gelegen ist einer der Bike-Hotspots der Region und nebenbei gesagt auch nicht der schlechteste Ort für einen Hochzeitstag. Klar kann man auch den ganzen Tag im Wellnesshotel sitzen, uns ist der Tag auf den Rädern aber deutlich lieber. So sind wir die Route 23 einmal abgefahren, haben in Lohr Station gemacht und waren sehr entspannt bei der Rückkehr. Sehr nette Gastgeber hatten wir in Frammersbach. Zu empfehlen ist die Webseite der Bike-Comunity wobei es die Touren hier gibt und die entsprechende Karte, falls man nicht mit GPS fahren will, man direkt beim Gastgeber für 2 EUR kaufen kann. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch des Biergartens der Waldschloss Brauerei in Frammersbach.

 

lecker, panierte Gabel

letzten Montag folgte auf einen kurzen kräftigen Regen (quasi das gerührte Ei) Sonnenschein auf dem Radweg zwischen Chausseehaus und Georgenborn (sandiger Waldboden, quasi die Brösel) Das Ergebnis ist hier zu sehen:

MTB-Marathon Wiesbaden 2018

Zusammen mit den üblichen Verdächtigen war ich 2018 wieder am Start eines Rennens. Es hat richtig Spaß gemacht, kann man vielleicht auch am Zielfoto gut erkennen. Hier ein paar Impressionen aus dem Rennen:

http://www.wiesbadenmarathon.de/galerie/?image=20981

Die Strecke kannte ich ja schon, das ging mit dem Fatbike auch gar nicht mal so schlecht, gerade die mit viel Schotter, Ästen und sonstige Hindernissen fuhren sich echt fett. Und im ERgebnis war ich 10 Minuten schneller im Ziel als noch 2016. Ich bin sehr zufrieden. Meine Frau auch!

Topfen-Mousse (Dessert vom Abend nach dem Hocheck)

Topfen, eine österreichische Spezialität und sehr nah verwandt mit dem deutschen Quark ist DIE Geschmackszutat für dieses Dessert. Quark geht aber auch. In der Blindverkostung werden das nicht viele rausschmecken.

Man braucht:

2 Eier
160-200g Puderzucker (je nach dem, wie süß man es braucht)
Saft einer Zitrone
2 Blatt Gelatine
250g Quark, 40 Prozent oder Topfen
400-500ml Sahne (je nach Bechergröße)

Topping:
250g Erdbeeren püriert oder danach Obst der Saison püriert. Pflaumenkompott geht auch, mit Apfelbrei haben wir das noch nicht probiert.

Garnitur:
1 Esslöffel Pistazien, gehackt, nicht gesalzen

Die beiden Eier mit Zitronensaft und Zucker über Wasserdampf zur Rose abziehen. Zwei eingeweichte Blatt Gelatine dazugeben und verrühren. Den Quark unterheben.

Die steifgeschlagene Sahne dazugeben und glatt rühren.

In Gläser oder eine Schüssel geben und mehrere Stunden kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren auf die Gläser etwas pürierte Erdbeeren geben oder falls die Schüssel gewählt wurde, mit dem Esslöffel zwei Nocken entnehmen und das Püree darübergiessen. Mit Pistazien garnieren.

Reicht locker für 6 oder 8 Portionen. Auf 4 verteilt ist es kaum zu schaffen.

 

Góry StoTowe Nationalpark, Polen

Wir sind vergangenen Samstag an Prag vorbei, nach Polen in den Nationalpark Góry StoTowe gefahren. Gestern am Sonntag machten wir eine erste Runde mit den Raedern zum Wintersportort Zieleniec, einem Besuch im Torfmoor und Abschluss in der cukiernia cukier puder in Duszniki-Zdrój. (die haben leider keine Webseite, nur einen facebook-Auftritt) Sehr leckere Spinattorte gab es dort, und zwar draussen vor dem Cafe, in der Sonne. Das war ein sehr schoener Tag zum eingewoehnen.

Heute, am Montag waren wir in einem Steinirrgarten, von der Natur geschaffen. Das haette ich nicht gedacht, dass es so etwas wirklich gibt.  Also Sandsteinskulpturen durch Erosion und Wasser geschaffen, das kennen wir ja schon vom letzten Wochenende aus dem Pfaelzer Wald. Und das war auch schon beeindruckend. Aber das hier, bTedne skaTy, zu deutsch: Wilde Loecher  das ist wirklich irre. Vom Wirt haben wir gestern erfahren, dass die Anlage noch geschlossen ist, die Arbeiter erneuern Gelaender und Holzwege . Aber es war truebe und sah wenig einladend zum radfahren aus, so dass wir uns entschlossen, trotzdem dorthin zu fahren, samochodem, zu deutsch, mit dem Auto. Wir kamen an einem Wasserreservoir vorbei, da bewegte sich gerade kein Lueftchen:

„Góry StoTowe Nationalpark, Polen“ weiterlesen

Pfälzer Wald im Frühlingserwachen

Denn das gute liegt so nah. Etwas mehr als eine Stunde mit dem alten Diesel ist man ins Elmsteiner Tal unterwegs, von welchem aus 5/25 MTB-Touren erreichbar sind. Und die haben es in sich. Waldwege wechseln sich mit flachen und steilen Trails ab, immer wieder durch sonnige Kiefernwälder mit dem typischen Geruch. Diesen Geruch gibt es auch in der Provence und ist mir auch schon aus den Triathlon-Wettkämpfen aus Mußbach in Erinnerung. Dort führten die Radstrecken ebenfalls durch den Pfälzer Wald.  Das ist pures Glück. Wer es nicht erlebt hat, glaubt es nicht. Unterkünfte gibt es an jedem Kreuzungspunkt der Trails. Alle auf einmal bietet eine Broschüre der Initiatoren, die laesst man sich zuschicken: https://www.mountainbikepark-pfaelzerwald.de/mtb-park-pfaelzerwald/

Wir waren in der Pension Waldesruh, da ist der Name Programm. Zimmer zur Talseite, dann ist nach Einbruch der Dämmerung mit den Motorrädern und ihrem Krach Schluss. Man kann den Bach noch erahnen, ansonsten ist da die Ruhe, die Waldesruh halt. Die Zimmer sind sauber, WC und Dusche sind auf dem Gang, ebenfalls sauber, wer Internet braucht bekommt auch das, Frühstück und Abendessen schmeckt. Der Wirt, Herr Schwarz, bereitete auf unseren Wunsch am zweiten Abend Käsespätzle zu, die bekomme ich so nicht hin, ehrlich. Und er kennt sich aus. Er hat alle saarländischen Bierbrauereien drauf, auch die Schäfer-Brauerei aus Dirmingen, die ich fälschlicherweise nach Ottweiler gelegt hatte. Schäfer war das bevorzugte Bier der Bergleute im Warndt und in Velsen, wie könnte ich die vergessen? Wo waren wir stehengeblieben? Fahrräder kann man in der Garage abstellen, bis hoch zum sog. Raubritter ist man mit Rädern 15′ unterwegs, maximal. Dort beginnen die Touren Nr. 1-5 wie oben bereits erwähnt

„Pfälzer Wald im Frühlingserwachen“ weiterlesen

Annerose Martin geb. Langlotz (1943-2018)

Annerose Martin, unsere Mutter, ist am Ostermontag im Alter von 74 Jahren in Gersheim im Beisein einer unserer Brüder gestorben. Sie war verwitwet, ihr Mann, unser Vater Franz, starb bereits im November 2009.

Das ist mein Lieblingsbild. Auf der Rückseite steht Hepp 1962. Dabei handelt es sich um das Gasthaus Hepp, welches heute das Museum Altenkirch beherbergt. Im Gasthaus gingen die Mitglieder des Chores nach der sog. „Singstunde“ noch einen trinken.

Annerose war begeisterte Sängerin, ihr Leben lang. Sie sang mit Franz zusammen im Kirchenchor, dort haben sie sich auch kennengelernt. Später sangen sie dann auch noch im Gemischten Chor im Heimatort. Sie war im kfd aktiv, leitete dort auch lange den Ortsverein.

Unsere Mutter hat ihren Vater, Eduard Langlotz, nie bewusst kennengelernt, er war im Kessel von Tscherkassy (phon) im zweiten Weltkrieg vermisst. Seine Tochter sah er den Schilderungen unserer Oma nach, die bereits 1993 starb, gerade zwei Mal. Wenn man den Wikipediaeintrag vom Kessel liest, kommt einem zweimal fast zu hoch gegriffen vor. Sie und ihr Bruder Eberhard wurden von ihrer Mutter Maria Langlotz alleine aufgezogen.

Annerose machte den Abschluss auf der Handelsschule und lernte Bankkauffrau. Dann lernte sie unseren Vater kennen. Die 60er Jahre waren noch nicht so modern wie heute, so gab sie ihren Beruf auf und wurde Hausfrau und vierfache Mutter. In den Beruf wechselte sie nie wieder, das würde man heute vermutlich anders machen. Aber so war unsere Mutter stets zuhause und umsorgte die Familie.

Rückblickend würde ich behaupten, dass wir eine unbeschwerte Kindheit hatten, wir waren nicht reich, aber es fehlte an nichts. Wir fuhren maximal einmal in Jahr in Urlaub, aber auch nicht jedes Jahr. Unsere Eltern stritten nie vor uns Kindern, die Probleme lösten sie alleine oder manchmal auch nicht, dann wurden sie nur ausgesessen, wie mir Mama einmal berichtete.

Unsere Mutter war eine bescheidene Frau, sie hat nie aufbegehrt, sie hat sich immer gefügt, auch das würde man heute anders machen.

Sie war für die Welt vielleicht irgendjemand. Für uns vier jedoch war sie die Welt.

Machs gut Mama, wir sehen uns im Himmel.