Rüdiger Nehberg (+ 01.04.2020)

Bereits als Jugendlicher besaß ich ein Buch von ihm, mit Überlebenstechniken, lange vor der Erfindung der Prepper. Er konnte toll erzählen, die Geschichten brannten sich im Gedächtnis fest ein. Das war ein Teil der Kindheit, der mich begeisterte.

Bill Withers (+31.03.2020)

Es braucht nur zwei Takte, dann erkennt man seine Stücke auf Anhieb. Seit ich sie nicht nur hören kann, sondern auch spielen, bin ich ein Riesenfan von Bill Withers. „Just the two of us“ ist mein Lieblingswerk. Hoffentlich gibt es ein Wiedersehen im Musikerhimmel.

Michael +

Unser Freund und Trauzeuge und Arbeitskollege meiner Frau ist heute morgen nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren gestorben. Er hat seine Diagnose erst Ende November bekommen. Als wir ihn heute vor zwei Monaten das letzte Mal auf dem Hochheimer Markt getroffen hatten, war er noch ahnungslos. Wir sind tief bestürzt.

Annerose Martin geb. Langlotz (1943-2018)

Annerose Martin, unsere Mutter, ist am Ostermontag im Alter von 74 Jahren in Gersheim im Beisein einer unserer Brüder gestorben. Sie war verwitwet, ihr Mann, unser Vater Franz, starb bereits im November 2009.

Das ist mein Lieblingsbild. Auf der Rückseite steht Hepp 1962. Dabei handelt es sich um das Gasthaus Hepp, welches heute das Museum Altenkirch beherbergt. Im Gasthaus gingen die Mitglieder des Chores nach der sog. „Singstunde“ noch einen trinken.

Annerose war begeisterte Sängerin, ihr Leben lang. Sie sang mit Franz zusammen im Kirchenchor, dort haben sie sich auch kennengelernt. Später sangen sie dann auch noch im Gemischten Chor im Heimatort. Sie war im kfd aktiv, leitete dort auch lange den Ortsverein.

Unsere Mutter hat ihren Vater, Eduard Langlotz, nie bewusst kennengelernt, er war im Kessel von Tscherkassy (phon) im zweiten Weltkrieg vermisst. Seine Tochter sah er den Schilderungen unserer Oma nach, die bereits 1993 starb, gerade zwei Mal. Wenn man den Wikipediaeintrag vom Kessel liest, kommt einem zweimal fast zu hoch gegriffen vor. Sie und ihr Bruder Eberhard wurden von ihrer Mutter Maria Langlotz alleine aufgezogen.

Annerose machte den Abschluss auf der Handelsschule und lernte Bankkauffrau. Dann lernte sie unseren Vater kennen. Die 60er Jahre waren noch nicht so modern wie heute, so gab sie ihren Beruf auf und wurde Hausfrau und vierfache Mutter. In den Beruf wechselte sie nie wieder, das würde man heute vermutlich anders machen. Aber so war unsere Mutter stets zuhause und umsorgte die Familie.

Rückblickend würde ich behaupten, dass wir eine unbeschwerte Kindheit hatten, wir waren nicht reich, aber es fehlte an nichts. Wir fuhren maximal einmal in Jahr in Urlaub, aber auch nicht jedes Jahr. Unsere Eltern stritten nie vor uns Kindern, die Probleme lösten sie alleine oder manchmal auch nicht, dann wurden sie nur ausgesessen, wie mir Mama einmal berichtete.

Unsere Mutter war eine bescheidene Frau, sie hat nie aufbegehrt, sie hat sich immer gefügt, auch das würde man heute anders machen.

Sie war für die Welt vielleicht irgendjemand. Für uns vier jedoch war sie die Welt.

Machs gut Mama, wir sehen uns im Himmel.

Eberhard Langlotz (1942-2017)

Eberhard Manfred Langlotz, geb. 9.1.1942, mein Patenonkel, ist am 16.3.2017 morgens um 04:51 im Klinikum Dachau verstorben.

Eberhard war verwitwet, seine Frau Kriemhilde starb bereits 1974, am Rosenmontag im Alter von nur 29 Jahren. Sein einziger Sohn Erik, geb. 31.12.1967 starb am 27.11.1984 kurz vor seinem 17. Geburtstag bei einem Motorradunfall. Er hinterlässt eine jüngere Schwester, Annerose (*1943), unsere Mutter.

Eberhard verließ das Saarland 1987 Richtung Dachau und wurde dort glücklich. Deswegen soll er auch dort begraben werden. Die Urnenbestattung auf dem Dachauer Friedhof hat im April stattgefunden. ER hat ein anonymes Grab bekommen.

Blogbetreiber und sein Patenonkel

Die selben Personen fast 50 Jahre später

Lidia juz nie zyje

Als ich am Freitagabend dem 3.2.2017 von der Big-Band-Probe nach Hause gefahren bin, ahnte ich noch gar nichts. Der Weg führte über die L3037 also über die „hohe Wurzel“, am Taunus-Wunderland vorbei, wie meistens in der letzten Zeit. Dort befand sich um diese Zeit ein Warnhinweis „Ölspur“ und die Straße war rot vom Bindemittel. Erst über eine Woche später erfährt meine Frau zufällig, dass unsere Freundin und Trainerin Lidia es war, die dort in ihrem Wagen ums Leben gekommen ist. Wir sind fassungslos.

Machs gut Lidia!

Rudi Altig +

Nie werde ich den Abend vergessen, als wir mit Rudi im Juni 1995 auf Amrum gezecht haben, und wir uns stundenlang mit Geschichten versorgt haben. Ein klasse Typ. Machs gut Rudi, im Himmel sind die Straßen in Ordnung und SUVs gibts auch keine.

Birgit Q. +

Vergangenen Samstag waren wir in Frankfurt, Praunheimer Hohl auf Birgits Abschiedsfest, der Feier, die sich unsere Freundin Birgit Q. kurz vor Ihrem Tod gewünscht hat. Es war die erste Veranstaltung die wir besucht haben, auf der ich niemanden vorher gekannt hatte und die Hauptperson bereits verstorben war. Und trotz des traurigen Anlasses haben alle ihrem Wunsch entsprochen und waren in guter Stimmung. Es wurde viel geredet, genetzwerkt wie das heute heisst und wir haben eine Menge interessante Leute kennengelernt. In einem kleinen Zelt waren Gegenstände von Ihr ausgebreitet, da konnte man sich etwas aussuchen. Ich habe die Reiseführer und Karten angesehen, und entdecke als erstes die Karte vom Trainingscamp auf Mallorca, wo wir uns vor 8 Jahren getroffen haben, zusammen mit einer ganz großen Menge anderer Triathlonverrückten. Die hängt jetzt bei uns zuhause. Mit ihren handschriftlichen Notizen. Machs gut Birgit!

Mallorca Radkarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Franz Konrad Martin (1932-2009)

Plötzlich und unerwartet starb unser Vater am vergangenen Sonntag nach einem Herzinfarkt.
Er wurde 77 Jahre alt.
Der Trauergottesdienst fand am Mittwoch, dem 25.11.2009 in der katholischen Kirche St. Barbara statt, anschließend wurde er auf dem Friedhof beigesetzt.
Franz Martin